Was ist eigentlich ein myofaszialer Schmerz?

Ein myofaszialer Schmerz ist ein tief sitzender, anhaltender Schmerz in einem verspannten Muskel und dem umhüllenden Bindegewebe (Faszie), der durch tastbare Verhärtungen, sogenannte Triggerpunkte, verursacht wird; bei Druck auf diese Punkte können die Schmerzen in andere Körperregionen ausstrahlen, was das typische myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) ausmacht. Es entsteht oft durch chronische Überlastung, Fehlhaltung oder kleine Verletzungen der Muskelfasern. 
Merkmale und Symptome
  • Tief sitzender Schmerz: Der Schmerz wird als dumpf, ziehend oder brennend empfunden.
  • Druckempfindlichkeit: Betroffene Muskelstellen sind bei Berührung sehr schmerzhaft (Triggerpunkte).
  • Ausstrahlungsschmerz: Druck auf einen Triggerpunkt löst Schmerzen in einem anderen Körperbereich aus, z. B. vom Nacken in den Arm oder vom unteren Rücken in das Bein.
  • Muskelverhärtung: Eine tastbare Verhärtung (Strang) im Muskel ist vorhanden.
  • Begleitsymptome: Manchmal treten Bewegungseinschränkungen, Muskelschwäche, Schwitzen oder Schwindel auf. 
Ursachen
  • Anhaltende Belastung: Wiederholte einseitige Belastung oder Fehlhaltung.
  • Kleine Mikrotraumata: Kleine Verletzungen in den Muskelfasern.
  • Durchblutungsstörung: Verspannte Muskelfasern pressen Blutgefäße zusammen, was zu Sauerstoffmangel (Hypoxie) und Entzündungsmediatoren führt. 
Was es ist
  • „Myo“ bedeutet Muskel, „faszial“ bedeutet Bindegewebe (Faszie).
  • Es ist eine der häufigsten Ursachen für chronische Muskelschmerzen, die oft übersehen wird, da sie auf Standard-Bildgebungen (Röntgen, CT) nicht sichtbar ist. 

WIE SIEHT EIN SOLCHER „SCHMERZ“ im bildgebenden Verfahren Elastographie aus?

Ein Triggerpunkt (oder Triggerband) sieht im Ultraschall, besonders mittels Elastographie, als verhärteter, steifer Bereich innerhalb der Muskulatur oder Faszien dar, oft als farbliche Anomalie (rot/gelb) überlagert, die die reduzierte Elastizität im Vergleich zum umliegenden gesunden Gewebe zeigt, was mit normalen Ultraschallverfahren schwerer zu sehen ist. 
Was Sie sehen werden:
  • Normale Ansicht: Muskeln und Faszien erscheinen in Graustufen, mit gleichmäßiger Textur.
  • Triggerpunkt (mit Elastographie): Der schmerzhafte Punkt ist als eine farbige Region (meist rot oder gelb) erkennbar, die sich von der umgebenden, „blauen“ oder „grünen“ Muskulatur abhebt, was eine erhöhte Steifigkeit anzeigt.
  • Verhärtung: Es zeigt sich eine dichte, knotige Struktur, die sich von der normalen Muskelfaser unterscheidet. 
Warum Elastographie?
  • Farbliche Darstellung: Die Elastographie misst die Steifigkeit des Gewebes, indem sie Druck auf die Haut ausübt und die Reaktion des Gewebes misst.
  • Frühe Erkennung: Sie kann Veränderungen frühzeitig sichtbar machen, die mit Standard-Ultraschall oder anderen Verfahren oft nicht erkennbar sind. 
Zusammenfassend, es ist eine punktuelle, verhärtete, farblich abgesetzte Stelle in der Muskulatur, die auf die verringerte Elastizität hinweist. 

WAS IST DIE Elastographie?

Elastographie ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, meist basierend auf Ultraschall oder MRT, das die Steifigkeit und Elastizität (Verformbarkeit) von Gewebe misst, indem es die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Vibrationen oder Scherwellen analysiert, um so Gewebeschäden wie Vernarbungen (Fibrose) oder Tumore frühzeitig zu erkennen, da steiferes Gewebe (wie bei bösartigen Tumoren oder Leberzirrhose) Wellen schneller leitet als weicheres Gewebe. 
Funktionsweise
  • Messung der Steifigkeit: Das Verfahren erzeugt Vibrationen im Gewebe, deren Geschwindigkeit misst, wie steif das Gewebe ist.
  • Farbliche Darstellung: Diese Daten werden oft farblich codiert und über das normale Ultraschall- oder MRT-Bild gelegt, sodass Bereiche unterschiedlicher Steifigkeit sichtbar werden. 
Anwendungen
  • Leber: Diagnose von Leberfibrose und Leberzirrhose (z. B. mit FibroScan).
  • Brust: Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren (weiche gutartige vs. harte bösartige).
  • Schilddrüse: Erkennung von Anomalien.
  • Sportmedizin: Diagnose von Sehnen- und Faszienerkrankungen (Tendinopathien). 
Vorteile
  • Nicht-invasiv: Schmerzfrei und ohne den Eingriff einer Biopsie.
  • Reproduzierbar: Kann regelmäßig zur Verlaufskontrolle eingesetzt werden.
  • Großes Volumen: Misst größere Gewebebereiche als eine Biopsie.