Pes Anserinus superficialis

Der Pes anserinus superficialis (lat. für „oberflächlicher Gänsefuß“) ist eine fächerförmige Sehnenplatte an der Innenseite des Schienbeins. Um ihn zu finden, können Sie sich an markanten Knochenpunkten orientieren:

1. Lokalisierung durch Tasten (Palpation)
Knochenpunkt finden: Suchen Sie die Vorderseite Ihres Schienbeins (Tibia). Dort befindet sich oben ein markanter Höcker, die Tuberositas tibiae.
Position bestimmen: Wandern Sie von diesem Höcker etwa 2 bis 3 Fingerbreit nach innen (medial) und leicht nach unten (kaudal).
Gefühl: In diesem Bereich unterhalb des inneren Gelenkknorrels des Kniegelenks setzt die Sehnenplatte an. Bei einer Entzündung (Pes-anserinus-Syndrom) ist dieser Punkt oft sehr druckempfindlich.

Um den Pes anserinus superficialis zu finden, tasten Sie an der Innenseite des Schienbeins unterhalb des Kniegelenks nach einer fächerförmigen Sehnenstruktur; er ist der gemeinsame Ansatzpunkt der Sehnen von M. sartorius, M. gracilis und M. semitendinosus und fühlt sich wie eine leicht vorstehende Knochenkante an, die Druckempfindlichkeit verursacht. 
Schritte zum Auffinden:
  1. Positionierung: Setzen Sie sich hin, sodass Ihr Bein leicht gebeugt ist, oder stehen Sie und stützen Sie sich ab, um das Knie zu entlasten.
  2. Lokalisierung des Kniegelenks: Finden Sie den inneren Gelenkknorpel (Condylus medialis tibiae) am oberen, inneren Teil des Schienbeins, direkt unterhalb des Kniegelenks.
  3. Tasten: Fahren Sie mit den Fingern die Innenseite des Schienbeins hinunter; Sie werden auf eine spürbare Kante stoßen.
  4. Druck ausüben: Üben Sie leichten Druck auf diese Stelle aus – dies ist der Ansatzpunkt der Sehnen (Pes anserinus), der oft druckempfindlich ist.
  5. Muskeln verfolgen: Die drei Sehnen (von vorne nach hinten: Sartorius, Gracilis, Semitendinosus) verlaufen fächerförmig nach oben und setzen hier an, daher der Name „Gänsefuß“ (Pes anserinus). 
Wichtiger Hinweis: Da diese Stelle dem Ansatz des Innenmeniskus ähnelt, kann eine genaue Diagnose oft nur durch einen Arzt (mit Ultraschall oder MRT) gestellt werden, um eine Meniskusverletzung auszuschließen. 

2. Die beteiligten Muskeln
Der Pes anserinus superficialis bildet sich aus den Sehnen von drei Oberschenkelmuskeln, die wie die Zehen eines Gänsefußes zusammenlaufen:

M. sartorius (Schneidermuskel) – kommt von vorne-oben.
M. gracilis (schlanker Muskel) – kommt von der Innenseite des Beckens.
M. semitendinosus (halbsehniger Muskel) – gehört zur hinteren Oberschenkelmuskulatur.