Na Nie – Greifen und Kneifen
In der Tuina-Therapie ist Na Nie (Greifen und Kneifen) eine kombinierte Technik, die speziell auf die Lockerung von festem Gewebe und die Stimulation der Zirkulation abzielt.
Am Quadrizeps bewirkt diese Technik Folgendes:
Lösen von Adhäsionen: Die Technik trennt verklebtes Fasziengewebe und Muskelschichten (besonders zwischen M. vastus lateralis und dem darunterliegenden Gewebe).
Mobilisierung von Blut und Qi: Das rhythmische Kneifen und Anheben fördert den lokalen Stoffwechsel und hilft, Stagnationen im Bereich des Magen-Meridians aufzulösen.
Detonisierung: Sie senkt die Grundspannung bei chronisch verkürzter Oberschenkelmuskulatur, was den Druck auf das Kniegelenk reduziert.
Ausleitung von Pathogenen: „Na“-Techniken (Greifen) dienen in der TCM dazu, „Wind“ und „Kälte“ aus den Extremitäten zu vertreiben, was bei ziehenden oder kälteempfindlichen Schmerzen hilft.
Vorbereitung: Sie dient oft als intensivere Vorbereitung für nachfolgende Gelenkmobilisationen oder Dehnungen.
Der Haupteffekt von Na Nie (Greifen und Kneifen/Zupfen) ist die Lösung von tiefsitzenden Gewebeverklebungen und die Mobilisierung von Qi und Blut in stagnierenden Bereichen.
Im Vergleich zum reinen Greifen (Na Fa) kombiniert Na Nie das Anheben des Gewebes mit einer rollenden oder zupfenden Bewegung zwischen den Fingern. Dies bewirkt:
Lösen von Faszienverklebungen: Die Technik trennt Haut, Unterhautfettgewebe und Muskelfaszien voneinander, was die Verschiebbarkeit verbessert.
Intensive Durchblutungsförderung: Durch den mechanischen Reiz werden lokale Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert und das Gewebe wird verstärkt mit Nährstoffen versorgt.
Ausleitung von „Wind“ und „Kälte“: In der TCM wird die Technik genutzt, um äußere pathogene Faktoren, die sich im Gewebe festgesetzt haben und Schmerzen verursachen, „herauszuzupfen“ oder zu zerstreuen.
Regulation des Muskeltonus: Sie wirkt stark detonisierend auf verhärtete Muskelstränge (z.B. am Quadrizeps) und bereitet das Gewebe auf tiefere Manipulationen vor.
