Leber Wind – TCM Syndrom
Das ist es:
TCM-Syndrom: Leber-Wind
Hauptaussage nach TCM:
Innerer Wind entsteht durch aufsteigendes Leber-Yang, Leber-Feuer oder durch Yin-/Blutmangel und führt zu Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, plötzlichen Bewegungen oder innerer Unruhe.
Einfach und westlich erklärt:
1️⃣ Übererregung des Nervensystems
„Leber-Wind“ beschreibt in moderner Sprache meist eine neurologische oder vegetative Überaktivität. Das kann sich äußern als Zittern, Muskelzuckungen, Schwindel, Spannungskopfschmerz oder plötzliche Reizbarkeit. Der Körper ist in einem Zustand erhöhter Erregung.
2️⃣ Instabile Regulation zwischen Spannung und Kontrolle
Wenn im Körper zu viel „aufsteigende Aktivität“ vorhanden ist – etwa durch Stress, chronische Anspannung oder Erschöpfung – fehlt die beruhigende Stabilität. Westlich gedacht kann das mit vegetativer Dysregulation, muskulärer Dauerspannung oder einer Überaktivität bestimmter neuronaler Regelkreise zusammenhängen.
Kurz gesagt:
TCM spricht von „Wind“, wenn der Körper unruhige, unkontrollierte oder plötzlich auftretende Symptome zeigt — westlich entspricht das meist einer Dysregulation des Nervensystems oder muskulärer Spannungsmuster.
Arbeitsweise:
Bei Leber-Wind wird in der Tuina eine sedierend-beruhigende und harmonisierende Arbeitsweise angewendet, bei der sanft am Kopf- und Nackenbereich sowie entlang der seitlichen Leitbahnzüge gearbeitet wird (z. B. mit Mo, Rou oder Gun) und gezielt regulierende Punkte wie Le 3 sowie Gb 20/Gb 21 mit An-Rou oder Dian-An behandelt werden, um aufsteigendes Yang zu besänftigen, Windzeichen zu dämpfen und Spannungs-, Schwindel- oder Unruhezustände zu reduzieren.
Kurz: Alle Punkte werden ruhig, gleichmäßig, nicht aggressiv behandelt, da es sich meist um ein Yang-Übermaß oder Yin-Defizit mit Windzeichen handelt.
