Leber-Blutstau
DAs ist es:
TCM-Syndrom: Leber-Blutstau
Hauptaussage nach TCM:
Leber-Blutstau entsteht durch anhaltende Qi-Stagnation oder emotionale Belastung, wodurch der freie Fluss des Blutes blockiert wird und es zu fixierten Schmerzen, Druckgefühl, Verhärtungen oder dunkler Menstruation kommen kann.
Einfach und westlich erklärt:
1️⃣ Chronische Spannungs- und Durchblutungsstörung
Leber-Blutstau beschreibt meist einen Zustand, in dem Gewebe dauerhaft unter Spannung steht und die lokale Durchblutung eingeschränkt ist – etwa durch Stress, muskuläre Dauerkontraktion oder alte Verletzungen. Das führt zu festen, druckempfindlichen Arealen und eher stechenden, punktuellen Schmerzen.
2️⃣ Stau- und Verdichtungsprozesse im Gewebe
Wenn Spannung nicht gelöst wird, kann sich das Gewebe verhärten und Stoffwechselprodukte werden schlechter abtransportiert. Westlich entspricht das oft myofaszialen Triggerpunkten, lokalen Zirkulationsstörungen oder chronischer muskulärer Verkürzung – also einem funktionellen „Stau“ im Gewebe.
Kurz gesagt:
TCM spricht von Leber-Blutstau, wenn Bewegung und Durchblutung blockiert sind – westlich ist es meist eine Kombination aus chronischer Muskelspannung und gestörter Mikrozirkulation.
Arbeitsweise:
Bei Leberblutstau wird in der Tuina kräftig bewegend und durchblutungsfördernd gearbeitet, mit tieferem, lösenden Druck und mobilisierenden Techniken entlang der Leber- und Gallenblasenleitbahn sowie im betroffenen Areal, um Blutstagnation zu lösen, Verhärtungen aufzubrechen und den freien Fluss von Qi und Blut wiederherzustellen.
Kurz:
Alle Punkte werden klar bewegend und durchblutungsfördernd behandelt, mit eher kräftigem, mobilisierendem Druck, um stagnierendes Blut zu lösen und den Fluss wiederherzustellen.
Punkte: Gb 34, Bl 17, Bl 18/19, Mi 10, Ren 6
